Story
Robert, 46, ist ein erfolgreicher Genforscher und kurz vorm Burnout. Als er mit seiner Familie in einem abgelegenen Bergdorf Urlaub macht, verschwindet seine Frau Anna spurlos. Während seiner besessenen Suche nach ihr kommt Robert uralten Geheimnissen und Bräuchen auf die Spur, die sein Weltbild als Wissenschaftler komplett aus den Angeln heben.
Info
Drehbuch: Katharina Held
Format: Kinospielfilm, Mystery-Thriller
Writer’s note Katharina Held
Schon lange hat mich die Idee gereizt, einen Mysteryfilm zu schreiben, der in Deutschland spielt. Ich bin selbst in einer ländlichen Kleinstadt aufgewachsen, in der Nähe des Teutoburger Waldes, einer Gegend, die reich an Mythen und – oft blutiger – Geschichte ist, die mich schon als Kind beschäftigt und fasziniert haben. BLACK MADONNA soll ein atmosphärisch starker Film sein, der eines der zentralen Themen unserer Zeit anspricht:
Wie lang kann man den Tod herauszögern, und ist diese künstliche Verlängerung des Lebens überhaupt wünschenswert? Ist unsere moderne Wissenschaft wirklich dabei, den Code des Lebens zu knacken, oder gibt es uralte Geheimnisse, die unserer Zeit weit voraus sind? Der Traum unserer Hauptfigur Robert ist es, das Gen zu entdecken, das der Menschheit zur Unsterblichkeit verhilft. Hinter diesem Wunsch steckt auch und vor allem die Illusion, dass alles kalkulierbar und optimierbar ist, dass dem menschlichen Ehrgeiz keine Grenzen gesetzt sind. Robert, der Wissenschaftler aus der Welt der Zahlen und harten Fakten, findet sich in der geheimnisvollen, fast märchenhaften Welt des Dorfes nicht zurecht – alles, was er tut, fühlt sich zunächst an wie ein Schlag ins Wasser. Im Grunde ist BLACK MADONNA also eine Geschichte über den Zusammenstoß dieser beiden Welten, über die Unvereinbarkeit von Glaube und moderner Wissenschaft.